(Prof. Dr. Helmut Eirund, MedienInformatik, Hochschule Bremen)

 

Meine Erwartungen an den PRX-Endbericht

(für formale Angaben, die äußere Form etc. bitte auch das verteilte Papier des FB PRX-Beauftragten konsultieren)

Ziel: sie lernen, einen typischen wiss. techn. Bericht abzufassen ("welches Problem liegt an und wie sieht meine Lösung aus"). Sowas müssen sie in Zukunft noch oft machen (an der Hochschule: PJ-Berichte, Dipl.Arbeit; an ihrer Arbeitsstätte: immerzu...). Der Bericht ist für mich deshalb nicht in erster Linie der Nachweis, dass sie ordentlich gearbeitet haben, sondern, dass sie ihr Ergebnis auch in kritisch wissenschaftlicher Distanz beschreiben können. Achja, "Seiten schinden" müssen sie nicht. Tabellen, Grafiken, Spiegelstriche sind kompakt und für alle Seiten erfreulich.

1. Beschreibung des Umfeldes

Hier kurze Beschreibung der Tätigkeit der Firma (2 Sätze) und Darstellung ihrer Aktivitäten im Informatik-Umfeld (welche Produkte werden produziert, Dienstleistungen angeboten - auch intern). Skizze der (IT-) Infrastruktur (Leute, Rechner, Software). (insgesamt ca. 1 Seite).

2. Darstellung ihrer Aufgabe

(wenn sie mehrere Aufgaben bearbeitet haben, suchen sie sich hier eine aus, die was "her gibt").

a) Beschreibung des allgemeinen Problemfeldes (Bsp: "Betriebliche Informationen liegen in Unternehmen oft redundant vor, was die Wartbarkeit von Websites erschwert, die diese Infos darstellen sollen. Deshalb kommen CMS-Systemen, die Website-Inhalte zentral organisieren, ein großer Wert zu ... bla bla ." und nicht: "In der Firma xyz soll die unhandliche Wartung der Produktdaten auf der Website verbessert werden").

b) Ihre konkrete Aufgabe (gut sind hier die kurze Darstellung der einzelnen Arbeitspakete).

(insg. 1-2 Seiten)

3. Beschreibung von Lösungsmöglichkeiten

(der Analyseteil) Was ist für die Lösung der Aufgabe relevant auf der Welt: Software, Hardware, bestehende Konzepte, Produkte, Methoden. Hier zeigen sie, dass sie sich vorher informiert haben ! In einer Dipl.Arbeit ein wichtiger Teil - hier kann man das abkürzen, da die Vorgaben des Betriebes meistens schon sehr einengend sind.

(insg. 2 -4 Seiten)

4. Ihr Lösungskonzept

Welche Ideen stecken in ihrer Lösung? Z.B. Architekturansatz, Datenmodell, Navigationsstruktur. Nicht: Erklärung von Skripten, Klassen, Steckerverbindungen... (siehe 5.)

(insg. 4-6 Seiten)

5. Ausgewählte Realisierungsansätze

Wie der Name schon suggeriert: nur die interessanten Realisierungsteile kurz beschreiben. Mindestens aber: Auf welcher Plattform, Software-Werkzeuge, Programmiersprache, ... .

(insg. 1-3 Seiten)

6. Zusammenfassung, Ausblick, Reflektion

Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse, was könnte man wo noch besser / mehr machen.

(1 Seite)

In der Reflektion dürfen sie das erste mal das Wort "ich" benutzen (sonst stehen sie "neutral" neben sich und vermeiden die 1.Singular!). Erfahrungen bei der Arbeit, Kommunikation in der Arbeitsgruppe, Bezug zum Studium, ... .

(1 Seite)

Noch was: versuchen sie, wie ein angehender Akademiker zu schreiben.